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D wie DetektivDetektivkosten

Gelber Fingerabdruck

Detektive sind als Dienstleister in ihrer Preisgestaltung frei. Das Honorar für detektivische Leistungen wird zwischen Auftraggeber und Detektiv frei vereinbart. Detektivkosten werden wesentlich von Art, Umfang und Dauer eines Einsatzes beeinflusst.

Ausführliche Beratung und schriftliches Angebot

Deshalb sollten sich Auftraggeber im Vorfeld von ihrer Detektei ausführlich über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines geplanten Detektiv-Einsatzes beraten lassen. Solche Beratungsgespräche werden von Detekteien in aller Regel kostenlos angeboten. Beratungsgespräche sollten dazu genutzt werden, sämtliche Kosten-Positionen für einen Detektiv- Einsatz zu thematisieren, um spätere Unstimmigkeiten wegen „versteckter“ Kosten zu vermeiden und das Vertauensverhältnis zwischen Detektiv und Auftraggeber nicht zu belasten. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch ist eine Detektei auf Basis der erhaltenen Informationen in der Lage, dem Auftraggeber ein schriftliches Angebot mit den zu erwartenden Kosten zu unterbreiten. Geschäftsüblich ist im Detektivgewerbe die Honorierung nach Zeitaufwand zuzüglich sachdienlicher Aufwendungen und Spesen. Um mehr Kostentransparenz zu schaffen, bieten viele Detekteien eine Reihe von Dienstleistungen auch zu Pauschalpreisen an, z.B. für Lauschabwehr pro Raum, Anschriften- und Arbeitgeberermittlung, Bonitätsprüfungen oder DNA-Analysen.

Honorierung nach Zeitaufwand

Die Honorierung von Detektiven nach Zeitaufwand erfolgt nach geleisteten Stunden oder Einsatztagen. Ein Detektiv wird aufgrund seines Fachwissens und seiner Erfahrungen Auskunft darüber geben können, welcher Zeitaufwand für seinen Einsatz in etwa zu erwarten ist. Hier fließen natürlich auch die Zeitlichen Aufwendungen für Besprechungen, Aktenstudium oder Berichterstattung mit ein. Zu beachten ist, dass für den Einsatz an Sonn- und Feiertagen sowie für Nachteinsätze Aufschläge berechnet werden können. Verständlicherweise lässt sich der zeitliche und personelle Aufwand eines Einsatzes im Voraus nicht immer exakt prognostizieren. Bei einer Observation beispielsweise wird der Zeitablauf vom Verhalten der Zielperson bestimmt und das ist nicht immer vorhersehbar. Ein seriöser Detektiv wird seinen Auftraggeber in einem laufenden Fall aktuell darüber informieren, wenn ein avisierter Zeitrahmen an seine Grenzen stößt, und wird das weitere Vorgehen abstimmen.

Große Spannweite bei Stundensätzen

Die Honorare für eine Detektivstunde können beträchtlich variieren, da sich Stundensätze nach Art der Tätigkeit und der Qualifikation der für einen Einsatz erforderlichen Fachleute richten. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Detektive (BDD) für das Wirtschaftsjahr 2008 beliefen sich die Honorare für eine Detektivstunde bei den verbandszugehörigen Detekteien zwischen 40,00 EUR und 120,00 EUR. Im Detektivgerwerbe verhält es sich mit den Stundensätzen nicht anders als im gesamten Dienstleistungsbereich. Hohe Stundensätze sind kein Garant für hohe Qualität. Gute und fundierte detektivische Leistungen sind auch für Stundensätze zu haben, die unter dem Durchschnitt liegen. Letztlich entscheidet der Auftraggeber, ob ein angebotenes Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen ist.

Sachkosten für Fahrzeuge und Technik

Zu den Detektivkosten zählen neben den Stunden- oder Tagessätzen auch Kosten für „sachdienlichen Aufwand“ sowie „sacherforderliche Spesen“. Der sachdienliche Aufwand besteht vor allem aus dem Einsatz von Fahrzeugen und spezieller Technik, sacherforderliche Spesen fallen z.B. für Verpflegung, Übernachtung und erforderliche Reisen an. Der Fahrzeugeinsatz wird von Detekteien üblicherweise nach gefahrenen Kilometern abgerechnet, dabei kann ein Preisvergleich der Kilometerpauschalen für den Auftraggeber durchaus lohnenswert sein. Mitunter werden auch zusätzlich Anfahrtskosten oder Standzeiten für Spezialfahrzeuge in Rechnung gestellt. Detekteien nutzen für ihre Ermittllungen je nach Fall modernste Technik und Spezialfahrzeuge, die in Anschaffung und Unterhalt erhebliche Kosten verursachen. Der erforderliche Einsatz technischer Einrichtungen, Anlagen und Geräte wird von Detekteien mit den Auftraggebern vereinbart und entsprechend berechnet.

Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten

Detektivkosten sind u.U. erstattungsfähig. Verschiedene Gerichte und Instanzen haben in Sachen Detektivkosten entsprechende Urteile gefällt, wobei immer der jeweilige Einzelfall gewürdigt und beurteilt wurde. Im zivilrechtlichen Bereich wird die Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten auf Grundlage des § 91 Absatz 1 der Zivilprozessordnung entschieden. Dort heißt es: „Die unterliegende Partei hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen, insbesondere die dem Gegner erwachsenen Kosten zu erstatten, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung notwendig waren...“. Die Gerichte prüfen also, ob ein Detektiveinsatz für die Rechtsverteidigung des Auftraggebers notwendig war, ob die dafür erforderlichen Beweismittel nicht anders und nicht billiger als mit Hilfe eines Detektives zu beschaffen waren und ob die aufgewendeten Detektivkosten in unmittelbaren Zusammenhang mit dem Prozess stehen.

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detektei-pool / 2009