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Abrechnungsbetrug

Abrechnungsbetrug ist ein strafbares Delikt, das vor allem durch Vorkommnisse im Gesundheitswesen bekannt geworden ist. Das Abrechnen nicht erbrachter Leistungen ist aber keineswegs auf das Gesundheitswesen beschränkt, sondern betrifft Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen. Abrechnungsbetrug tritt häufig durch Außendienstmitarbeiter eines Unternehmens aber auch durch Lieferanten und beauftragte Dienstleister auf.

Abrechnungsbetrug durch Außendienstmitarbeiter

Detekteien haben es häufig mit Abrechnungsbetrug durch Außendienstmitarbeiter zu tun und werden von Unternehmen eingeschaltet, um konkreten Verdachtsmomenten nachzugehen. Abrechnungsbetrug durch Außendienstler kennt eine Reihe unterschiedlicher „Spielarten“, z.B. Abrechnung nicht entstandener Kosten

  • durch gefälschte Angaben von Arbeits- und Fahrzeiten
  • durch Manipulation von Spesenbelegen
  • durch „erfundene“ Kundentermine

Letzteres ist besonders pikant, wenn die Zeit für „erfundene“ (und abgerechnete) Kundentermine von Außendienstmitarbeitern genutzt wird, um in gleicher Sache für die Konkurrenz oder auf eigene Rechnung zu arbeiten! Die Folgen für betroffene Unternehmen sind der Verlust von Umsätzen, Marktanteilen und nicht zuletzt von Ansehen und Vertrauen.

Ermittlung von Detektiven bei Verdacht auf Abrechnungsbetrug

Detektive gehen bei ihren Ermittlungen konkreten Hinweisen auf Abrechnungsbetrug (z.B. Veränderungen bei Reisekostenabrechnungen trotz identischer Tätigkeiten oder Häufung von Kundenbeschwerden) systematisch nach. So prüfen sie etwa die tatsächlichen Abfahrt- und Ankunftszeiten von Außendienstlern an der Firmen- oder Privatadressen. Bei der Observation von Außendienstmitarbeitern kann auch der Einsatz von GPS-Technik erforderlich werden, um Zielpersonen bzw. deren Fahrzeuge auch bei schwierigen äußeren Umständen orten zu können.

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