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Mobbing

Bedeutung Mobbing

Für „Mobbing“ gibt es keine eindeutige wissenschaftliche Definition. Die Herkunft des Wortes aus dem Englischen zeigt jedoch die Bedeutung an: to mob – angreifen, anpöbeln, schikanieren, über jmd. herfallen. In Großbritannien ist dafür der Begriff „Bullying“ gebräuchlich (engl. bully – der Tytrann / to bully so. - jmd. tyrannisieren, einschüchtern, drangsalieren, schikanieren). Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Mobbing das fortgesetzte Ärgern, Schikanieren, Herabwürdigen und „Fertigmachen“ von Personen – überwiegend am Arbeitsplatz, aber auch in der Schule oder in der Familie.

Erscheinungsformen von Mobbing

Mobbing hat viele unterschiedliche Erscheinungsformen. Mobbing äußert sich in Form von Angriffen gegen die Arbeitsleistung und das Leistungsvermögen eines Menschen, Angriffen gegen das soziale Ansehen und die soziale Integration, Angriffen gegen das Selbstwertgefühl, gegen die Gesundheit und die körperliche Unversehrtheit. Am Arbeitsplatz wird zwischen verschiedenen Formen des Mobbing – je nach Position im Unternehmen – unterschieden. Das Mobbing durch Vorgesetzte wird dabei auch als „Bossing“ bezeichnet. „Horizontales Mobbing“ geschieht zwischen Arbeitnehmern auf der gleichen Hierarchiestufe, während das „Staffing“ das Mobbing eines Vorgesetzten durch Mitarbeiter beschreibt.

Folgen von Mobbing

Die Folgen für Mobbing-Opfer sind gravierend. Im beruflichen Bereich wirkt sich Mobbing bei den Betroffenen z.B. in nachlassenden Arbeitsleistungen, Demotivation, Misstrauen, Nervosität, sozialem Rückzug und Selbstzweifeln am eigenen Leistungsvermögen aus. Mobbing kann zu Kündigung, Versetzungen, Degradierungen und Erwerbsunfähigkeit der Opfer führen. Mobbing verursacht nicht nur einen allgemeinen Verlust an Lebensqualität, sondern in vielen Fällen auch ganz erhebliche gesundheitliche Schäden.

Mobbing und Recht

Mobbing-Opfer haben selten die Kraft, von sich aus das Mobbing zu beenden. Betroffene sollten deshalb Informationen einholen und seriöse Hilfe und Beratung in Anspruch nehmen, um halbwegs unbeschadet aus ihrer zunächst ausweglos erscheinenden Situation heraus zu kommen. Mobbing-Opfer können sich auch juristisch zur Wehr setzen, denn die als Mobbing bezeichneten Verhaltensweisen werden bereits von geltenden Gesetzen erfasst. So kann es sich im Zusammenhang mit Mobbing z.B. um den Straftatbestand der Körperverletzung (§ 223 StGB), der Beleidigung (§ 185 StGB), der üblen Nachrede (§ 186 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB) oder Nötigung (§ 240 StGB) handeln. Darüber hinaus können Mobbing-Opfer Unterlassung der Schikanen, Schadenersatz (etwa für Arztkosten, Anwaltsgebühren oder Verdienstausfall) und Schmerzensgeld verlangen.

Hilfe durch Detektive

Aber: Mobbing muss bewiesen werden und das ist mitunter schwer. Mobbing-Opfern wird empfohlen, ein möglichst genaues „Mobbing-Tagebuch“ zu führen, in denen Vorkommnisse und deren Abläufe detailliert festgehalten werden. Bei der Beweissammlung kann die Unterstützung von Detektiven sehr hilfreich sein, denn Detektive wissen genau, wie Beweise gesammelt und dokumentiert werden können, so dass diese auch gerichtsverwertbar sind.

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