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Videoüberwachung

Als Videoüberwachung wird die Kontrolle von Orten oder Räumen mit Hilfe von Kameras bezeichnet. Zu unterscheiden ist zwischen der privaten und der öffentlichen Videoüberwachung. Die private Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen Räumen (z.B. in Geschäften oder Tankstellen) ist nur dann erlaubt, wenn sie zur Wahrnehmung des Hausrechts oder berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen (§ 6b BDSG: Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen). Laut § 6b BDSG sind die Verarbeitung oder Nutzung dabei gewonnener Daten zulässig, wenn sie zum Erreichen des verfolgten Zwecks erforderlich sind. Für einen anderen Zweck dürfen sie nur verarbeitet oder genutzt werden, soweit dies zur Abwehr von Gefahren für die staatliche und öffentliche Sicherheit sowie zur Verfolgung von Straftaten erforderlich ist.

Die öffentliche Videoüberwachung wird zur Bekämpfung und Prävention von Kriminalität z.B. auf öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen oder U-Bahnen eingesetzt. Da durch die öffentliche Videoüberwachung die Grundrechte von Bürgern berührt werden, ist eine gesetzliche Ermächtigung als Grundlage für eine Videoüberwachung erforderlich. Die Videoüberwachung spielt für die Ermittlungen von Detektiven eine wichtige Rolle. Mit spezieller Technik zur Videoüberwachung von Räumen oder zur mobilen Videoüberwachung können Detektive gezielt Informationen gewinnen und Beweise ermitteln. Bei einer Videoüberwachung sind Detektive selbstverständlich an die gesetzlichen Regelungen gebunden. Beweise, die von Detektiven mittels Videoüberwachung erbracht werden, sind nur dann gerichtsverwertbar, wenn sie auf legalem Wege und mit legalen Mitteln gewonnen werden.

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