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Zeugensuche / Zeugenermittlung

Die Zeugensuche durch Detektive kann von großer Bedeutung sein, denn Angeklagte in Strafprozessen sind ebenso wie Parteien - also Kläger oder Beklagte - in Zivilprozessen oftmals darauf angewiesen, ihre Unschuld oder aber die Begründetheit ihrer Ansprüche bzw. deren Unbegründetheit zu beweisen. Was aber, wenn die Existenz von Zeugen bekannt ist, nicht aber deren Namen oder Anschrift? Und was ist, wenn noch völlig ungeklärt ist, ob es überhaupt Zeugen gibt? Prozessbeteiligte stoßen mit der Klärung dieser Fragen schnell an ihre Grenzen. Hier setzt die Arbeit von Detektiven an, die Zeugensuche und Zeugenermittlung mit professionellen Methoden als Dienstleistung für Unternehmen und Privatpersonen anbieten.

Die Bedeutung von Zeugen im Strafprozess

Im Strafprozess gilt grundsätzlich der Amtsermittlungsgrundsatz, das heißt, dass die Staatsanwaltschaft als Strafverfolgungsbehörde von Amts wegen in alle Richtungen zu ermitteln hat, um Schuld oder Unschuld eines Beschuldigten zu beweisen. Nach Abschluss der Ermittlungen wird dann über die Frage entschieden, ob ein Ermittlungsverfahren eingestellt oder aber Anklage erhoben wird. Dass eine Anklagebehörde tendenziell aber mehr Interesse daran hat, Beweise für die Schuld eines vermeintlichen Täters zu finden als für seine Unschuld, ist bereits aus der Bezeichnung Strafverfolgungsbehörde ersichtlich. Einem Beschuldigten oder Angeklagten bleibt dann nur die Möglichkeit, selber Zeugen für seine Unschuld zu präsentieren. Diese Möglichkeit eröffnet § 220 Strafprozessordnung, nach welchem Angeklagte Zeugen zum Prozess vor dem Gericht selber laden können.

Zeugen im Zivilprozess

Im Zivilprozess gilt der Amtsermittlungsgrundsatz nicht, sondern es wird nur berücksichtigt, was die Parteien als Herrscher des Verfahrens vortragen. Als Beweismittel, die Kläger oder Beklagte dem Gericht gegenüber für Begründetheit oder Unbegründetheit eines Anspruchs benennen können, stehen hier zur Verfügung:

  • der Beweis durch Sachverständigengutachten,
  • der Beweis durch richterlichen Augenschein,
  • der Urkundsbeweis und
  • unter bestimmten Umständen die Parteieinvernahme, wobei hier nur die Einvernahme der Gegenpartei beantragt werden kann.

Selbstverständlich gibt es aber auch hier den Zeugenbeweis. Dieser ist nach § 373 Zivilprozessordnung dem Gericht gegenüber anzutreten durch Benennung der Zeugen mit ladungsfähiger Anschrift und Bezeichnung der Tatsachen, über die die Vernehmung der Zeugen stattfinden soll. Sind Zeugen nicht bekannt oder sind Identität und Adresse von Zeugen unbekannt, kann in solchen Fällen die Zeugensuche durch Detektive eine wertvolle Hilfe sein.

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