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Kriminalitätsbarometer Berlin-Brandenburg Unternehmen berichten über weniger Kriminalität

Die Region Berlin-Brandenburg ist in Sachen Wirtschaftskriminalität sicherer geworden. Das ist ein Fazit des aktuellen Kriminalitätsbarometers 2009 der Industrie- und Handelskammern in Berlin und Brandenburg.

In der Untersuchung wurde ein deutlicher Rückgang der Kriminalität, die die Wirtschaft belastet, registriert. Gerade in Bereichen der Alltagskriminalität wie Sachbeschädigung oder Diebstahl sank die Belastung im Vergleich zu Untersuchungen aus den Vorjahren. Allerdings geht die Studie von einer hohen Dunkelziffer aus.
Sachbeschädigung und Vandalismus sowie Einbruchdiebstahl sind die von den befragten Unternehmen am häufigsten angegebenen Straftaten. Von besonderer Bedeutung für Unternehmen ist die Computersicherheit. Rund 11 Prozent der Unternehmen gaben an, von Hackerangriffen betroffen zu sein, zu zwei Dritteln sogar mehrfach. Damit bleibt die Bedrohung durch Hackerangriffe auf einem konstant hohen Niveau.

Meist unternehmensfremde Täter

Knapp 15 Prozent der Kriminalität wird von Mitarbeitern und Geschäftspartnern begangen, der Hauptanteil jedoch von unternehmensfremden Personen. Allerdings sieht die Täterstruktur bei Straftaten der typischen Wirtschaftskriminalität – wie Subventionsbetrug, Insolvenzdelikten oder Umweltstraftaten – anders aus. Hier kämen, so die Studie, regelmäßig nur Täter aus dem Unternehmen selbst und zwar solche in leitenden Positionen infrage.

Nur ein Viertel der Fälle von Wirtschaftskriminalität wird angezeigt

Was das Anzeigeverhalten der Unternehmen betrifft, registriert die Studie deutliche deliktspezifische Unterschiede. Während Raubüberfälle, Vandalismus und Sachbeschädigung zu 64 Prozent und Einbruchdiebstähle sogar zu 90 Prozent angezeigt werden, trifft dies auf nur ein Viertel der Fälle zu, die der Wirtschaftskriminalität zuzurechnen sind. Delikte wie Korruption oder Hackerangriffe werden zu nicht einmal 10 Prozent zur Anzeige gebracht.

detektei-pool / 16.12.2009

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