Eine insgesamt positive Bilanz zieht der Bundesverband Deutscher Detektive (BDD)
für das Geschäftsjahr 2008. Die Umsätze der dem Verband zugehörigen Detekteien sind
im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. 57 Prozent der Detekteien konnten im
vergangenen Jahr Umsatzzuwächse verzeichnen, 17 Prozent meldeten gleichbleibende
Umsätze und 26 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Das geht aus der
Mitgliederbefragung des BDD für das Wirtschaftsjahr 2008 hervor, die der Verband
im Februar veröffentlicht hat.
Die Ergebnisse der jährlichen Mitgliederbefragung können nach Angaben des BDD als
repräsentativ für den gesamten Verband und für das gesamte Detektivgewerbe angesehen
werden.
Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise sehen die Detekteien der Geschäftsentwicklung
2009 gelassen entgegen. Gravierende Umsatzveränderungen werden nicht erwartet. Im
Vergleich zum Vorjahr rechnen 65 Prozent der Detekteien mit unveränderten Umsätzen,
13 Prozent erwarten sogar eine Umsatzsteigerung und 22 Prozent stellen sich auf
Umsatzrückgänge ein.
Wichtigster Auftraggeber der Detekteien bleibt die Wirtschaft. Unternehmen aus
Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen sorgten für 52 Prozent der
Detektiv-Aufträge. Rechnet man die Rechtsanwälte als Auftraggeber hinzu (20 Prozent),
betrug der Anteil der Wirtschaft sogar 72 Prozent. Von Privatpersonen kamen 19 Prozent
der Aufträge.
Mitarbeiterdelikte sind der häufigste Grund für die Beauftragung von Detektiven durch
Unternehmen. Anlass für Ermittlungen geben vor allem Unterschlagung, Betrug, Untreue
und Diebstahl, gefolgt von unberechtigtem Krankfeiern und Verrat von Betriebsgeheimnissen
sowie Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht. Die Ergebnisse der detektivischen Arbeit
führen zu gleichen Anteilen (jeweils 41 Prozent) zu innerbetrieblichen/privaten Regelungen
und zu Anzeigen/Prozessen (Rest: andere Verwendung/nicht bekannt).