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WirtschaftskriminalitätIn Hamburg sind 40 Prozent der Betriebe betroffen

Rund 40 Prozent der Hamburger Unternehmen sind nach eigenen Angaben in den letzten zwei Jahren Opfer krimineller Handlungen geworden, ein Viertel der Betriebe war sogar mehrfach betroffen.

Das geht aus einer aktuellen Unternehmensumfrage der Hamburger Handelskammer in Zusammenarbeit mit dem Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland sowie den Vereinen Pro Honore und Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg hervor.

Folgekosten von Wirtschaftskriminalität höher als direkte Schäden

Am meisten machten den Unternehmen Vermögensdelikte wie Diebstahl, Vertuntreuung oder Betrug zu schaffen (42 Prozent) gefolgt von Sachbeschädigung und Vandalismus (13 Prozent). Den betroffenen Unternehmen ist dabei im Durchschnitt ein Schaden von jeweils 415.000 Euro enstanden. Die gesamten Folgekosten für alle Wirtschaftsdelikte betrugen rund 162 Millionen Euro und lagen damit weit über den direkten Schäden (69 Millionen Euro). Die Aufdeckung der Straftaten geschah in den meisten Fällen von innen heraus, d.h. vor allem durch die Unternehmensleitung oder durch eigene Mitarbeiter. Dabei sind die Unternehmen meistens zufällig auf wirtschaftskriminelle Handlungen gestoßen.

Hohe Anzeigenneigung

Als Konsequenz auf wirtschaftkriminelle Handlungen haben rund die Hälfte der Unternehmen Strafanzeige erstattet. Diese vergleichsweise hohe Quote widerspricht nach Einschätzung der Verfasser der Studie Annahmen, Unternehmen würden aus Gründen des drohenden Imageverlustes oder der Gefährdung von Geschäftsgeheimnissen einer Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden eher zurückhaltend gegenüberstehen. Was die zukünftige Entwicklung der Wirtschaftskriminalität betrifft, befürchten die Hamburger Unternehmen vor allem einen Anstieg der Computer- und Internetkriminalität (69 Prozent) sowie von Wettbewerbsverstößen (47 Prozent) und Vermögensdelikten (37 Prozent).

detektei-pool / 14.12.2009

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